Verantwortungsvoll - wirkungsvoll - bleifrei jagen: Gian-Marchet®-Geschosse.

Durchschlagskrafts-Test

Während den letzten drei Jahren wurden weitere Geschosse für das Kaliber 10,3x60R getestet. Verschiedene Geschosshersteller haben sich endlich die Mühe gemacht, zeitgemässe Geschosse für das Bündner Kaliber zu entwickeln und zu produzieren.

Die Geschosshersteller aus den USA bieten für eine ebenbürtige Patrone .405 Winchester einige Geschosse im Kaliber .411 und .412 an. Vor allem Barnes, Swift, Hornady und Woodleigh bieten gute bleihaltige Teilmantel-Geschosse in den Gewichts-Klassen von 300 Grains (19,5 Gramm) bis hoch zu 400 Grains (26.0 Gramm) an. Es ist aber klar, dass mit solch schweren Geschossen keine hohen Geschoss-Geschwindigkeiten erzielt werden können. Es sind klassische Grosswild-Jagdgeschosse für die Afrikanische Jagd auf sehr kurze Distanzen bis max. 100 Meter. Zudem sind diese Geschosse in der Schweiz nur schwer erhältlich.

Flächenlast oder Querschnittsbelastung
Die Querschnittsbelastung ist ein Wert, der sich aus der Gesamtmasse (Gewicht) des Geschosses und seiner Querschnittsfläche ergibt. Der Wert kann in g/mm2 errechnet und angegeben werden.
Da ein Geschoss mit hoher Querschnittsbelastung ein sehr hohes Durchdringungsvermögen in Luft und in das Zielmedium (Wildkörper), wird diese Erscheinung überall dort angewandt, wo dies erwünscht wird.

Jagdliche Anwendung der Querschnittsbelastung
Die sehr sinnvolle Anwendung einer hohen Querschnittsbelastung bringt wesentliche Vorteile in der Aussen- sowie in der Zielballistik. Somit wird erreicht, dass das Geschoss, welche mit einer Mündungsgeschwindigkeit beschleunigt worden ist, so viel Geschwindigkeit bis ins Ziel bringen soll. Zielballistisch ist zu erwähnen, dass Geschosse mit einem hohen Wert auch eine höhere Durchschlagskraft besitzen, und somit ergibt sich eine höhere Ausschuss-Wahrscheinlichkeit.

Betrachen wir verschiedene Geschosse von verschiedenen Herstellern für die Patrone 10,3x60R und vergleichen wir den Wert Querschnittsbelastung [g/mm2]. Nachfolgend eine Tabelle mit den Geschossen verschiedener Hersteller. 

Bild: Tabelle Querschnitts-Belastung.

Tabelle mit den gängigsten Geschossen für die Patrone 10,3x60R. Bitte beachten Sie die eingefärbten Spalten und Zeilen. Vergleichen Sie die Werte...

Die in der Tabelle erwähnten Werte sind massgeblich für die Aussen- und Zielballistik. Die Querschnitts-Belastung (gelb markierte Spalte) mit Werten über 19,0 Gramm/mm2 sind als Mindestwerte anzusehen, insbesondere für das Kaliber 10,3x60R. Die weiteren Werte bezüglich Mündungsgeschwindigkeit und Zielgeschwindigkeit auf 100 Meter resp. 200 Meter zeigen schön auf, worauf es in der Aussenballistik ankommt. Nämlich eine strömungsgünstige Geschossform (hoher Ballistischer Koeffizient B.C.) mit einem optimalen Geschossgewicht.

Was nützt eine sehr hohe V° (Mündungsgeschwindigkeit), wenn das Geschoss einerseits sehr leicht ist und zusätzlich noch eine sehr ungünstige Geschossform aufweist.

Das Geschoss verliert auf die jagdlichen Schussdistanzen von max. 200 Metern zuviel an Geschwindigkeit. Zudem werden die vom Schweizer Jagdgesetz geforderten 2000 Joules für Schalenwild auf der Distanz von 200 Metern bei einigen Laborierungen nicht erreicht. Somit sollten diese Patronen gar nicht auf Schalenwild zugelassen werden.


Optimale Form und Gewicht des Geschosses
Dieses Problem haben die Gian-Marchet®-Geschosse nicht. Dank der sehr günstigen aerodynamischen Form und dank des optimal gewählten Geschossgewichtes können die jagdgesetztlichen Anforderungen voll erfüllt werden. Das Geschoss ist leicht genug, um hohe Geschwindigkeiten zu erreichen, jedoch schwer genug, um eine hohe Querschnitts-Belastung zu haben. Kein anderer Geschoss-Hersteller hat beide Faktoren optimal gewählt.

Bei Interesse kann diese Tabelle auch als Excel-Datei angefordert werden. Für Fragen und Anregungen senden Sie bitte ein E-Mail an die folgende Adresse:  



Offizielle Tests im Labor für Ballistik
Die offizielle Tests über die zielballistische Wirkung wurden im Juli 2005 mittels Seifen-Block-Beschüssen in einem Labor für Ballistik in Thun durchgeführt. Die Werte sind sehr beeindruckend.

Der Beschuss auf den Seifen-Block wurde auf eine Distanz von 100 m vorgenommen. Die Auftreff-Geschwindigkeit des Gian-Marchet® "Original"-Geschosses betrug gemessene 678 m/s (685 mm-Lauf). Die Energie betrug dann mehr als 3790 Joules. Man sieht sehr gut, dass das Geschoss dank der Deformations-Bohrung bereits nach 3 cm aufgemacht hat und sich schnurgerade seinen Weg durch das Zielmedium bahnte. Die Wundhöhle beträgt im Durchmesser ca. 85 mm. Die gesamte Durchschlagskraft (Eindringtiefe) wurde mit 77 cm gemessen. Das Geschoss garantiert den sicheren Ausschuss und Schweiss am Anschuss.

Die Führungs-Manschetten dichten perfekt ab. Das Geschoss pilzt ordnungsgemäss auf.

Nun sind zwei Geschosse zugeschickt worden, die aus dem Jagdbetrieb geborgen wurden. Es sind zwei Geschosse, die Ausschuss verursacht haben, die aber aus dem Erdreich geborgen werden konnten.
Geschoss links mit über 95% Restgewicht - Geschoss rechts mit über 96% Restgewicht... Die gleichen Geschosse - von der Seite betrachtet...

Das Geschoss links wurde nach dem Durchschlagen eines Murmeltieres aus dem Erdreich geborgen. Das Geschoss-Restgewicht ist mit 15,95 Gramm über 95% des 16,5 Gramm schweren Geschosses gewogen. Der Durchmesser der Aufpilzung beträgt 16mm.
Das Geschoss rechts wurde nach Durchschlagen eines Rehs aus dem Erdreich geborgen. Auch hier weist das Geschoss-Restgewicht mit 15,9 Gramm über 95% auf. Der Durchmesser der Aufpilzung beträgt hier gemessene 18,0 mm. Zwei Fahnen sind im Erdreich nach dem Aufschlag auf Steinen abgebrochen. Der Ausschuss beim Reh betrug 30mm.
In der Mitte des Bildes ein unversehrtes Gian-Marchet®- Geschoss als Vergleich.

Weitere Durchschlagskraft-Tests im Kaliber 9,3x62 wurden im Juli 2005 durchgeführt. Dieser Beschuss auf Seifen-Block wurde ebenfalls auf eine Distanz von 100 m vorgenommen. Die gemessene Mündungsgeschwindigkeit (V°) betrug 826 m/s und die Auftreff-Geschwindigkeit des Gian-Marchet® "Ole"-Geschosses betrug gemessene 745 m/s (Sauer 202S mit 570 mm-Lauf). Die Energie betrug dann mehr als 3593 Joules. Das Geschoss hat wegen der Deformations-Bohrung bereits nach 3 cm aufgemacht und sich schnurgerade seinen Weg durch das Zielmedium gebahnt. Die Wundhöhle beträgt im Durchmesser ca. 80 mm. Die gesamte Durchschlagskraft (Eindringtiefe) wurde mit 87 cm gemessen. Das Geschoss garantiert den sicheren Ausschuss und Schweiss am Anschuss.

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Konzept: Gian-Marchet
Datum letzte Änderung: 24.08.2014 21:46:33