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Gian-Marchet®-Geschosse.
Die neue Definition weidgerechten
Jagens! |
FAQ - Frequently Asked Questions - Die
meistgestellten Fragen
Liebe Bündner Jägerin, lieber Bündner
Jäger
Diese
Seite gibt Auskunft über die meistgestellten Fragen. Diese
Seite wird laufend ergänzt und erweitert. Nun die wichtigsten
Fragen:
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| Ist das
Gian-Marchet®-Geschoss ein
Vollmantelgeschoss? |
Nein - es wird aus dem
Vollen aus Kupfer mittels CNC-Fräsen gedreht und
in einem speziellen Verfahren weiter bearbeitet.
Das Gian-Marchet®-Geschoss besitzt weder einen
Kern noch einen Mantel. Es ist ein
Deformations-Geschoss, welches eine
Deformationsbohrung besitzt, die den Prozess der
Aufpilzung einleitet
und fortführt. Es ist ein bleifreies Geschoss:
kein Blei im Wildbret - kein Blei in der Natur -
keine Kontamination des
Wildfleisches. | |
| Soll der
Bündner Jäger bei der 10,3x60R
bleiben? |
Diese Frage kann und will
ich nicht mit ja oder nein beantworten, sondern
ich bitte Sie, diese Seite bezüglich Kaliberfreigabe anzusehen.
Sicher können Sie dann selber
entscheiden! | |
| Wie genau
werden die Gian-Marchet®-Geschosse
hergestellt? |
Die
Fertigungstoleranzen für das
Gian-Marchet®-Geschoss liegen im Bereich von ±
0,02 mm. Die mittels Gian-Marchet®-Geschossen
geladenen Patronen besitzen einen Rundlauf von
gemessenen 0,04 mm. Im Handel erhältliche Match
Patronen besitzen einen Rundlauf von bis zu 0,05
mm. Mit Gian-Marchet®-Geschossen geladenen
Patronen haben eine Standardabweichung bei
der V° von gemessenen ± 5 m/s ergeben.
Solche Werte und sehr geringe
Geschossgewichtsabweichungen von weniger als ±
1,0 grains sind massgeblich für eine hohe
Eigenpräzision. | |
| Wie präzise
fliegen die Gian-Marchet®-Geschosse? |
Dank der hochpräzisen
Fertigung der Gian-Marchet®-Geschosse tritt eine
gemessene Standardabweichung V° von nur ±
5 m/s auf. Solche Werte sind massgeblich für
eine hohe Eigenpräzision. Aus handelsüblichen
Jagdbüchsen sind Streukreise von weniger als 25
mm bei 5 Schuss auf 100 m Distanz bekannt.
Gewissenhafte Wiederlader berichteten, dass man
auf 200 m bei zehn Schuss alle Treffer innerhalb
einer 5-Franken-Münze platzieren konnte (zur
Erinnerung, die Münze hat einen Durchmesser von
31 mm). Dazu bitte auch diese Scheiben ansehen.
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| Kann das
Gian-Marchet®-Geschoss für meine Büchse
verwendet werden? |
Das Gian-Marchet®-Geschoss
im Kaliber 10,3x60R kann für sämtliche Büchsen
angewendet werden, die der CIP-Spezifikation
für das Kaliber 10,3x60R
entsprechen. Das Gian-Marchet®-Geschoss wurde in
folgenden Büchsen erfolgreich verschossen:
Mauser98 , Ruger
N° 1, Wüthrich, Sauer 202, Blaser SR88/850,
Blaser R93, Geradezug K31er, BSA, Martini,
etc. | |
Wieso kann das Gian-Marchet®
"Original" Geschoss nicht leichter sein?
Vergleichsweise 12,9 Gramm, wie die Produkte der
Mitbewerber?  |
Diese Frage wird eigentlich
von Jägern und Schützen gestellt, welche
generell mit dem Rückschlag der 10,3x60R Patrone
oder anderen, relativ starken ein Problem haben,
zum Beispiel infolge eines Unfalles
(Schleudertrauma) oder Probleme mit der rechten
Schulter! Hierzu soll jedem bewusst werden, was
es heisst, wenn das 10,5 mm Geschoss lediglich
12,9 Gramm schwer ist. Die Flächenlast, oder
Querschnittbelastung, setzt das Gewicht ins
Verhältnis zur Fläche ins Verhältnis. So hat
z.B. ein 12,9 Gramm leichtes Geschoss eine
Flächenlast
oder Querschnittbelastung von lediglich 14,83 g/cm².
Dies würde unweigerlich zu weniger
Durchschlags-Kraft und vor allem einen grösseren Windabdrift führen! Das Gian-Marchet®-Geschoss im
Gewicht von 16,5 Gramm besitzt eine Flächenlast
oder Querschnittbelastung von 20,12
g/cm². Das ist der kleine,
feine Unterschied, der sich dann jagdlich
wesentlich bemerkbar macht - nämlich in der
deutlich höheren Wahrscheinlichkeit,
Ausschuss zu
haben! |
| Rückschlag!
| Zum Rückschlag;
Der Rückschlag ist unwesentlich stärker als
vergleichsweise wie die original RWS-Patrone
10,3x60R mit 16,4 Gramm KS (Kegelspitz). Während
der Jagd kann man den Rückschlag sowieso
vernachlässigen, da der unter starkem
Adrenalineinfluss stehende Jäger in der
Regel vom Rückschlag nichts mitbekommt,
ebenso wie vom lauten Knall. Bitte auch die Seite mit
dem Rückstoss-Kalkulator mal
aufrufen! Als Default-Werte sind die Werte des
Gian-Marchet®-Geschosses. Für die RWS-KS-Patrone
gelten 16,4 Gramm und V° von 700 m/s; Bitte
dann diese entsprechenden Werte
eingeben. Übrigens, wer austeilen will, muss auch einstecken können!
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| Gian-Marchet®
"Original" auf Munggen? |
Grundsätzlich kann das
"Original" für kleine sowie auf sehr grosse
Tiere erfolgreich eingesetzt werden.
Um Wildbret-Verlust bei kleinen Tieren
(Fuchs, Murmel oder
andere kleine jagdbare Tiere) zu vermeiden,
sollte jedoch das Gian-Marchet® "Murmel"
eingesetzt werden. Dieses Geschoss besitzt die
absolut gleichen ballistischen Flugeigenschaften
wie das "Original". Bitte auch dieses
Bild sehen. Dieser Murmel wurde
mit dem "Original" weidmännisch erlegt. Der
Kopf-Treffer weist weniger Verletzungen auf, als
vergleichsweise mit Blaser SM-Thun oder RWS-KS!
Jedoch möchte ich Ihnen nahelegen; Bitte
verwenden Sie das Gian-Marchet®
"Murmel". |
| Gian-Marchet®
"Murmel" auf Schalenwild? |
Das
Gian-Marchet® "Murmel" soll nur für die Scheibe,
Fuchs, Murmeltier und für den Fangschuss
verwendet werden, weil es keine Splitter
verursacht, welche den Nachsuche-Hund
möglicherweise gefährden könnte. Dieses Geschoss
eignet sich NICHT für Schalenwild, weil es sich
nicht deformiert. Es ist also nicht
weidmännisch, weil dieses Geschoss wie ein
Vollmantel-Geschoss wirkt und sich nach 20cm
Durchschlag durch den
Wildkörper überschlägt. Für Schalenwild
verwenden Sie bitte das Gian-Marchet®
"Original", welches die Deformations-Bohrung
zwecks Aufpilzung besitzt.
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Nach wie viel
Schuss muss der Lauf gereinigt werden?  |
Die
Putzintervalle sind die gleichen wie bei
Verwendung von Fabrik-Patronen. Spätestens
jedoch nach sechzig Schuss sollte, wie bei
anderen Geschossen auch, der Lauf gründlich
gereinigt werden. Zur
Entfernung starker Tombak-Ablagerungen im Lauf
empfehle ich Robla Solo, Shooters Choice oder
vergleichbare Produkte. ACHTUNG: Solche Produkte
greifen die Brünierungen sofort an!!! Bitte
sofort mit Waffen-Öl nachwischen (WD40 oder
ähnliches). |
Beschädigen
die Gian-Marchet®-Geschosse meinen
Büchsenlauf?
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Die Geschosse
bestehen zu über 99,5% aus
Elektrolyt-Kupfer. Die Vickershärte (Hv) beträgt
95 . Aus
der Vickershärte kann auf die Zugfestigkeit des
betreffenden Metalles geschlossen werden. Nur
zur relativen Einordnung: Bei Jagdmessern wird
die Härte meist in HRG (Rockwellhärte)
angegeben. Ein Top-Messer hat eine Härte von
etwa 50 bis 55 HRG. Das entspricht einer
Vickershärte von etwa 1750 bis 2200 Hv! Nachfolgend vergleichend
die Vickershärte von verschiedenen anderen
Geschossen:
| Geschoss |
Vickershärte |
| Lapua
Naturalis |
80 |
| Barnes-TSX |
100 |
| GPA |
100 |
| Barnes-X |
104 |
| KJG-Möller |
105 |
| Sauvestre |
105 |
| Reichenberg HDB |
110 |
| Federal Trophy
Bonded |
111 |
| MEN
SF |
112 |
| Nosler
Partition |
118 |
| Winchester Fail
Safe |
130 |
| Blaser
CDP |
131 |
| Hinterberger ABC |
132 |
| Kieferle RS |
140 |
| Brenneke TOG |
140 |
| Impala |
160 |
Quelle: Die Pirsch
13/2005
Schlussfolgerung:
Die Gian-Marchet®-Geschosse setzen dem Lauf
weniger zu, als vergleichsweise harte und sehr
harte
Geschosse! | |
| Nach wie viel
Schuss mit Gian-Marchet® Patronen leidet die
Präzision? |
Auch hier
kann gesagt werden, dass die Präzision nach
30-60 Schuss grundsätzlich abnimmt. Dies ist
aber auch mit anderen Geschossen auch der Fall.
Die Kupfer-Rückstände sind sehr gut mit Robla
Solo, Shooter's Choice oder dergleichen zu
entfernen. Bitte beachten Sie auch obige Frage
zur Waffen-
bzw. Laufpflege. | |
| Kann das
Gian-Marchet®-Geschoss auch auf grössere
Distanzen verwendet werden? |
Grundsätzlich
ja - aber in unserer Gesetzgebung ist eine
maximale Schussdistanz von 200 m zwar noch nicht
festgelegt, sie wird aber von den Jagdorganen
kontrolliert und umgesetzt. Das Gian-Marchet®
Geschoss hat einen Ballistischen Koeffizienten
von gemessenen 0,345. Diese Messungen wurden in
einem Labor für Ballistik im Kanton Bern
durchgeführt. Bei einer GEE von 163m
und bei ± 5 cm beträgt die Reichweite
190m! Dies
bedeutet, dass ohne Zielpunktveränderung auf die
besagten 190 m Fleck gezielt werden kann!
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| Wieso sind
die Führungsmanschetten scharfkantig? |
Das Gian-Marchet®-Geschoss
besitzt drei Führungsmanschetten. Insbesondere
die vorderste Manschette wird als
Scharfrand bezeichnet, welche die
Einschuss-Schnitthaare verursacht. Schnitthaare
sind für eine mögliche Nachsuche sehr wichtig.
Diese können dem Nachsuche-Gespann verlässliche
Informationen über die Treffer-Platzierung,
Verletzungsart und Schweissaustritt geben.
Dieser Scharfrand verursacht kreisrund gestanzte
Löcher im
Wildkörper. | |
| Splittert das
Gian-Marchet®-Geschoss, wenn ja - wie
viel? |
Das Gian-Marchet®-Geschoss
behält ein Restgewicht von bis zu 95%. Es
besteht aus einem speziellen Kupfer, welches mit
einem besonderen Verfahren weiter verarbeitet
wird. Dieses Kupfer ist hart genug um den
innenballistischen Anforderungen zu genügen,
jedoch weich genug um die zielballistischen
Anforderungen (Wildkörper) zu wirken. Das
Gian-Marchet®-Geschoss hat eine ausserordentlich
hohe Durchschlagskraft, zusammen mit der
pilzartigen Deformation werden die inneren
Organe tödlich verletzt. Das
Gian-Marchet®-Geschoss garantiert eine
Wildbret-Durchschlagskraft von 50 cm. Berichte
von Abschüssen von mehr als 60 cm sind
vorhanden.
Seifenblock-Beschüsse, welche in
einem Labor für Ballistik im Kanton Bern
durchgeführt wurden, haben es
bewiesen! | |
| Wie
funktioniert das Gian-Marchet®
Geschoss? |
Das Gian-Marchet®-Geschoss
wirkt zuverlässig und schnell. Nach Auftreffen
im Wildkörper leitet die Deformations-Bohrung
die Aufpilzung ein, und zwar schon nach 3 cm!
Der Pilz vergrössert sich, bis er schliesslich
einen Durchmesser von 16-20 mm aufweist. Das
Gian-Marchet®-Geschoss fliegt schnurgerade durch
den Wildkörper - es taumelt nicht, weil nach dem
Auftreffen durch die Deformation die
Gewichts-Verlagerung in den vorderen Bereich
verschoben wird! Der Ausschuss-Durchmesser wird
dann zwischen 30-50 mm gross sein. Die
Fluchtstrecken liegen nach den bisherigen
Berichten zwischen 0 m (in Worten null
Metern) und 80 m. Reichlich Schweiss beim
Anschuss sowie viel Schweiss auf der möglichen
Fluchtfährte ermöglichen ein rasches Finden des
Tieres. Bitte hierzu auch die vielen
Abschussberichte
ansehen. | |
| Welche
Durchschlagskraft hat das Gian-Marchet®
Geschoss? |
Abschussberichte, die
seit der Bündner Hochjagd 2004
gemeldet worden sind, bestätigen die
garantierten Durchschlagsleistungen von 50 cm.
Das Geschoss-Restgewicht
mit über 95% muss als sehr hoch angesehen
werden. Somit werden eine aussergewöhnliche
Tiefenwirkung (garantiert 50 cm) und eine
ausserordentlich hohe Durchschlagskraft bewirkt
mit nahezu 100% Ausschuss-Wahrscheinlichkeit
erreicht. Auch wenn einmal ein stärkerer Knochen
getroffen wird - das Geschoss wirkt zuverlässig
und schnell. Die Wildbretentwertung wird
grösstenteils minimiert, sodass kaum oder nur
mit sehr geringer Versulzung gerechnet werden
muss. Bitte auch hier klicken und verschiedene
Geschosse bezüglich Durchschlagsleistung rechnen.
Mittels dieses Kalkulators
können Sie die verschiedenen
Gian-Marchet®-Geschosse mit handelsüblich
erhältlichen einfachen Teilmantel-Geschossen
vergleichen. Sie werden überrascht
sein! | |
| Schadet das
Gian-Marchet®-Geschoss meinen
Büchsen-Lauf? |
Nein - die
Materialbeschaffenheit des Gian-Marchet®
Geschosses ist wie gesagt hart genug, um den
innenballistischen Anforderungen zu genügen, jedoch weich genug, um
zielballistisch (Wirkungsweise im Wildkörper)
korrekt zu wirken. Die Entlastungsrillen
reduzieren den Einpresswiderstand und die
Reibungs-Kräfte, die im Lauf verursacht werden.
Der Anfangs-Gasdruck bei den
Gian-Marchet®-Geschossen beträgt geringe 100
Bar! Dadurch wird die Geschoss-Geschwindigkeit
wesentlich erhöht. Andere Geschosse
vergleichsweise verursachen einen
wesentlich höheren Anfangs-Gasdruck, teilweise
300 bis 600 Bar, ja sogar bis zu 900
Bar! | |
| Welchen
Haltepunkt beim Wild soll ich anhalten? Soll ich
hinters Blatt halten oder kann ich auch voll auf
das Blatt halten? |
Die bis dato gemachten
Erfahrungen mit den SWISS Solid
Gian-Marchet®-Geschossen zeigen auf, dass man
auch voll auf das Blatt anhalten kann. Die
Wildbret-Entwertung ist deswegen nicht grösser.
Der Vorteil ist aber, dass die Tiere meistens am
Anschuss
liegen! | |
| Welche
Laborierung soll ich für meine Gian-Marchet®
Geschosse wählen? |
Die Laborierungen, die hier
publiziert sind, wurden akkurat
geladen und in einem Labor für Ballistik im
Kanton Bern gemessen. Die Messungen ergaben
ausserordentlich konstante Werte. Diese Ladungen
können ohne Bedenken mit jeder Büchse im Kaliber
10,3x60R verschossen werden. Weil
keine Garantie dafür besteht, mit welcher
Sorgfalt und welchen Komponenten der Wiederlader
arbeitet, noch in welchem Zustand sich die
Büchse befindet, ausder er seine Munition
verschiesst, erfolgen alle hier genannten
Angaben der Ladedaten in jeder Hinsicht ohne
Gewähr und auf eigene
Verantwortung! | |
| Ich
habe einige Patronen mit
Gian-Marchet®-Geschossen gemäss Laborierungen
verladen (68.0 Grains R902). Diese Treffer sind
alle tief. Ich bin deshalb ein bisschen
enttäuscht, zumal aber die Präzision TOP ist (3
Schuss innerhalb eines 10-Rappen-Stückes). Bei
der Patrone mit RWS-KS-Geschossen (71.0 Grains
R903) sind die Treffer alle Fleck, obwohl die
RWS-KS-Patrone lediglich 730m/s schnell ist und
im Vergleich die Gian-Marchet®-Patronen mehr als
770m/s schnell sind. Wie kann das sein, dass die
schnellere Ladung bis zu 15 cm tiefer
einschlägt, als die langsamere
Ladung? |
Dies
hat einen direkten Zusammenhang mit dem Abgangsfehler. Der
Abgangsfehler wird stark beeinflusst durch die
Büchsen-Schäftung, also dadurch, wie die Büchse
bei der Schussabgabe gehalten wird. Zudem
agieren zwei unterschiedliche Ladungen eben
unterschiedlich auf das Schwingungsverhalten des
Laufes. Nach dem Zünden des Pulvers ergeben sich
im Raum zwischen Hülsenboden und Geschossboden
hohe Drücke. Die dabei auftretenden kurzzeitigen
Druckänderungen versetzen den Büchsenlauf in
Schwingungen (Längs- und Querschwingungen), noch
bevor das Geschoss den Lauf verlässt. Wenn nun
das Geschoss die Mündung durchläuft, wird seine
Abgangsrichtung nicht durch die vor der
Schussauslösung eingestellte Laufrichtung
bestimmt, sondern durch den momentanen
Schwingungszustand des Laufes. Der Einfluss des
Abgangfehlers liegt in der Grössenordnung von
einigen Promillen (hundertstel Grad). Dies kann
bei 300 m Distanzen Abweichungen bis zu 50 cm
ergeben. Der Einfluss des Abgangfehlers kann so
gross sein, dass Geschosse mit höherer
Mündungsgeschwindigkeit (Beispiel
Gian-Marchet®-Geschosse) tiefere Treffpunkte
ergeben als solche mit niedrigerer
Mündungsgeschwindigkeit, also ganz entgegen den
physikalischen Vorstellungen! Für uns ist es
wichtig, dass die Ladungen sehr gleichmässig
verladen werden, das heisst, die
Standardabweichung der Mündungsgeschwindigkeiten
soll so gering wie möglich sein, am besten
kleiner als 5 m/s! Somit wird gewährleistet,
dass der Büchsenlauf immer gleich
schwingt. | | |
| Definitionen: |
Beschreibungen: |
| Streukreis |
5 Schuss
auf 100m Distanz sollten innerhalb von 3cm sein.
Gemessen wird von Lochmittelpunkt zu
Lochmittelpunkt. |
| Abgangsfehler |
Nach dem
Zünden des Pulvers ergeben sich im Raum zwischen
Hülsenboden und Geschossboden hohe Drücke. Die
dabei auftretenden kurzzeitigen Druckänderungen
versetzen den Büchsenlauf in Schwingungen (Längs-
und Querschwingungen), noch bevor das Geschoss den
Lauf verlässt. Wenn nun das Geschoss die Mündung
durchläuft, wird seine Abgangsrichtung nicht durch
die vor der Schussauslösung eingestellte
Laufrichtung bestimmt, sondern durch den
momentanen Schwingungszustand des Laufes. Der
Einfluss des Abgangfehlers liegt in der
Grössenordnung von einigen Promillen
(Hundertstel-Grad). Dies kann bei 300m Distanzen
Abweichungen bis zu 50cm ergeben. Der Einfluss des
Abgangfehlers kann so gross sein, dass Geschosse
mit höherer Mündungsgeschwindigkeit tiefere
Treffpunkte ergeben, als solche mit niedrigerer
Mündungsgeschwindigkeit, also ganz entgegen den
physikalischen Vorstellungen! |
| Innenballistik |
Die
Innenballistik befasst sich mit den Vorgängen, die
sich während der Schussentwicklung in der Büchse
abspielen. |
| Aussenballistik |
Die
Aussenballistik beschreibt die Bahn des Geschosses
durch die Luft samt den Einflüssen, durch die sie
gestört werden kann. |
| Zielballistik oder auch
Endballistik |
Die
Ziel- oder auch Endballistik beschäftigt sich mit
dem Eindringen eines Geschosses in ein Ziel,
dessen Dichte wesentlich grösser ist als die der
Luft. |
| CIP-Spezifikation |
Die
Commission Internationale Permanente, die jede
Patrone und jedes Patronen-Lager genauestens
spezifiziert! |
| Schnitthaare |
Haare,
welche beim Geschosseintritt in den Wildkörper vom
Einschuss geschnitten werden. |
| Risshaare |
Haare,
welche vom Geschoss beim Ausschuss herausgerissen
werden |
| Kontamination |
Verunreinigung,
Verschmutzung, Vergiftung. |
| Durchschlagskraft |
Die
Fähigkeit, ein Medium zu
durchdringen. |
| Penetration |
siehe
Durchschlagskraft. |
| Vollmantelgeschoss |
Geschoss, bei dem der innere
Teil (Kern) oft mit Ausnahme des
Geschoss-Bodens, von einem anderen Material (z.B.
Tombak) vollständig umhüllt (ummantelt)
ist. |
| Teilmantelgeschoss |
Geschoss, bei dem der innere
Teil (Kern) nur teilweise ummantelt ist und an der
Geschoss-Spitze frei liegt. |
| Deformationsgeschoss |
Geschoss, das so konstruiert
ist, dass es sich beim Auftreffen auf einen
lebenden Körper oder auf ein Körpersimulans
(Gelatine oder Glyzerin-Seife) deformiert wird.
Der schwerste Geschossrest wiegt mindestens 90%
der ursprünglichen
Geschoss-Masse. |
| Zerlegungsgeschoss |
Geschoss, das so konstruiert
ist, dass es sich beim Auftreffen auf einen
lebenden Körper oder auf ein Körpersimulans
(Gelatine oder Glyzerin-Seife) zerlegt. der
schwerste Geschossrest wiegt meistens weit weniger
als 90% der ursprünglichen
Geschoss-Masse. |
| Hohlspitzgeschoss |
Hohlspitzgeschoss, bei dem
der Mantel bis in die Höhlung an der Spitze
hineinreicht. |
| Teilmantel-Hohlspitzgeschoss |
Teilweise ummanteltes
Hohlspitzgeschoss. |
| Taumeln |
Unregelmässig wirkende
Präzessions- und Nutationsbewegunge mit sehr
grossem Anstellwinkel der
Geschossachse. |
| Überschlagen |
Lange
Vollmantel- und Vollgeschosse üblicher Formgebung
(z.B. Gewehrgeschosse der Länge 3-5 Kaliber), die
in stabiler Fluglage auf ein weiches Medium
auftreffen, erzeugen einen Schusskanal, der drei
typische Abschnitte aufweist. Der erste Abschnitt besteht
aus einem geraden Einschusskanal (narrow channel),
dessen Durchmesser an der engsten Stelle 1,5
Kaliber und mehr beträgt, und zwar umso mehr, je
stumpfer das Geschoss und je grösser die
Geschwindigkeit ist. Die Länge dieses geraden
Teilstücks des Einschusskanals variiert jedoch von
Geschoss zu Geschoss sehr stark. Im Anschluss an diesen ersten
Teil entsteht die sogenannte (primäre) temporäre
Höhle, die gegenüber dem Einschuss-Kanal einen
wesentlich grösseren Durchmesser aufweist. Sie
entsteht durch das plötzliche Querstellen des
Geschosses und die damit verbundenen Verringerung
der Querschnittbelastung. Das Geschoss wird
stärker verzögert und überträgt dadurch wesentlich
mehr Energie an das Medium. In der Querlage wird nun auch
das ganze Geschoss längs eines schmalen Streifens
angeströmt. Das Geschoss wird sehr stark verzögert
und einer Biegespannung ausgesetzt, die, je nach
Konstruktion und Geschwindigkeit, zu seiner
Deformation oder gar zu seinem Bruch führen kann.
Dies ist aber bei nichtdeformierenden
Vollgeschossen nicht der Fall.
Stahlmantel-Geschosse neigen weniger zum Brechen
oder Deformieren als kupfer- oder
tombak-ummantelte Projektile. Bleibt das Geschoss
jedoch ganz, so wird die Drehung um die Querachse
wieder abgebremst, und es durchdringt während
kurzer Zeit annähernd Heck voran das Zielmedium,
bevor es sich wieder zurückzudrehen beginnt. Kein
Geschoss dreht mehr als eine halbe Umdrehung -
180° ! Der dritte
Abschnitt des Schuss-Kanals wird durch eine
Bewegung in Querlage gebildet, wobei das Geschoss
um eine Querachse pendelt. Entsprechend lässt sich
eine zweite Erweiterung des Kanals feststellen,
die jedoch den Durchmesser der primären Höhle
nicht mehr erreicht. Mit sinkender Geschwindigkeit
wird die Geschoss-Oberfläche mehr und mehr
umströmt. Das Geschoss dreht sich dabei in
Rückwärtslage und kommt stets Heck voran zum
Stillstand. |
| Präzessionsbewegung |
Kreiselförmige Bewegung der
Geschossachse um die Flugrichtung des Geschosses.
Sie ist meistens von einer zweiten Drehbewegung,
der Nutation, überlagert. |
| Teilmantel-Hohlspitzgeschoss |
Teilweise ummanteltes
Hohlspitzgeschoss. |
| Mündungsfeuer |
Verursacht durch Pulvergase,
die sich nach dem Austreten aus der Mündung beim
Zusammentreffen mit Luftsauerstoff
entzünden. | |
Konzept: Gian-Marchet Datum
letzte Änderung: 03.07.2010 23:46:42
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