Gian-Marchet®-Geschosse für die Bündner Hoch-Jagd. Die neue Definition weidgerechten Jagens!
Ballistischer Koeffizients-Kalkulatornach Robert McCoy
Geschoss-Dimensions-Eingaben
Bezeichnung
Kaliber-Durchmesser
[mm]
Geschosslänge
[Kal]
Nasenlänge
Nasenart
[Rt/Rn]
Hecklänge
Boden-Durchmesser
Bugkappen-Durchmesser
Führungs-Manschette Durchmesser
Gewicht
[g]
Beginn
[Mach]
Ende
l, l l, t t, t
Grenzschicht
Mit den nachfolgenden Buttons können die Werte der entsprechenden Gian-Marchet® Geschosse eingestellt werden. Danach Button "Kalkulation" klicken, und schon bekommt man die errechneten ballistischen Koeffiziente.
Kaliber:ist der Geschossdurchmesser, in Millimeter.
Geschosslänge:von der Nasenspitze bis zum Boden in Kalibern.
Nasenlänge: ist die Länge von der Nasenspitze am Bug bis zum zylindrischen Geschossführungsteil, dem Schaft, in Kalibern. Grundsätzlich bringen schlanke Nasen bei hohen Geschwindigkeiten zu mehreren Mach, Vorteile. Erst ab 3 Kalibern Buglänge greifen die widerstandsmindernden Vorteile schlanker Gestalten voll durch.
Nasenart:[Rt/Rn] = Radius/Tangente/Radius/Nase bezeichnet das Verhältnis zwischen einer tangentialen Ogive und der Nasenogive. Im Riss setzt eine tangentiale Ogive den Schaft im Schaft-Nasen-Übergang fort, schliesst also als Tangente glatt an. Eine Sekantogive hingegen knickt am Schaft-Nasen-Übergang vom koaxialen Schaftriss nach innen ab. Sekanten weisen grössere Halbmesser (Radien) als Tangenten auf. Sofern also die Sekante den doppelten Radius wie die Tangente misst, würde also Rt/Rn 1-fach/2-fach = 0.5 werden. Reine Tangentialogiven werden mit dem Wert 1 eingegeben. Werte über 1 sind unzulässig. Leider sind keine Geschosse günstigsten Wellenwiderstandes bei McCoy vorgesehen.
Hecklänge: Sofern sich das Geschoss zum Heck hin verjüngt, also das Geschoss achtern wie ein Kegelstumpfheck aussieht, gib man die Hecklänge in Kalibern ein. Bei einen flachbödigem Geschoss setzt den Wert ,,0" ein. Sich verjüngende Hecke verkleinern die Bodenfläche, an denen der Bodensog angreift. Sofern das Heck schlank ist, verursacht die Strömung dort nur wenig Widerstand. Bei langsamen Geschossen ist der Bodensog verglichen mit den anderen Widerständen gross. Bei langsamen Geschossen sind hinten also Kegelstumpfhecke sinnvoll. Bei sehr schnellen Geschossen trägt der Wellenwiderstand der Nase am meisten zum Gesamtwiderstand bei.
Boden Durchmesser:Der Bodendurchmesser beträgt bei flachbödigen Geschossen 1 Kaliber. Bei Kegelstumpfheckgeschossen entsprechend weniger; also trägt man eine Zahl unter 1 ein. Werte über 1 sind unzulässig. Da der Bodensog bei langsamen Geschwindigkeiten das Geschoss in der Luft am meisten bremst, sind hinten schlanke Geschosse für solche Fälle geeignet.
Bugkappen-Durchmesser:Oft ist die Nasenspitze nicht ganz spitz, sondern platt mit einer kleinen Kappe angeschlossen. Auch Hohlspitzgeschosse verjüngen sich am Bug nicht in eine Spitze, sondern zeigen eine kleine Platte. Man gibt den Platten- oder Kappendurchmesser in Kalibern ein. Vollständig spitze Geschosse erhalten den Wert ,,0"
Führungs-Manschetten-Durchmesser:Sofern das Geschoss feldkalibrig gebaut ist, also nicht der ganze Schaft bis zu den Zügen reicht, und nur ein Führungs-Manschette in die Züge gepresst wird, um die Leistenkräfte zur Drallerzeugung aufzunehmen, setzt man den Führungs-Manschetten-Durchmesser in Kalibern ein. Gewöhnliche Büchsengeschosse erhalten mangels Führungs-Manschetten den Wert ,,1". Granaten mit Führungs-Manschetten eine Wert > ,,1".
Gewicht des Geschosses:McCoy sah das Gewicht in seinem Programm nicht vor. Hier wird das Geschossgewicht dennoch verlangt, um in der Tafel aus Geschwindigkeit, Gewicht, Fläche und Luftwiderstand den Verzögerungsbeiwert auszurechnen, der in der Aussenballistik gebraucht wird, um die Flugbahn zu berechnen. Man gibt das Gewicht in Gramm ein.
Beginn:Man beginnt ab diesem Schwellenwert die Tafel zu rechnen oder die Graphik zu zeichnen. Tiefe Unterschall-Werte zu nehmen ist wenig sinnvoll, weil die Genauigkeit unter 0,5 Mach schwindet.
Ende:Man rechnet bis zu diesem Ende. Bis 5 Mach liefert das Programm für die üblichen ogivalen Büchsengeschosse genaue Werte innerhalb weniger Prozent Abweichung.
Grenzschicht:Je nach Grösse und Geschwindigkeit wird die Luft um das Geschoss eher laminar oder eher turbulent strömen. Ein Mass bietet die Reynold'sche Zahl. Der erste Eintrag ist für den Bug, der zweite für den Schaft. ,, l, l " bedeutet alles strömt laminar,, l, t " Bug laminar, Heck turbulent und ist voreingestellt und schliesslich ,, t, t ": Alles strömt turbulent.
Programmherkunft Dieses Programm stammt von Robert McCoy im US Army Armament Research and Development Command, Ballistic Research Laboratory, Aberdeen Proving Ground, Maryland. Es wurde 1974 in Basic für den Tandy geschrieben und Februar 1981 als Technical Report ARBRL-TR-02293 veröffentlicht. Der Programm-Urtext ist hier. Das Programm ist an die viele Messungen angepasst und ist innerhalb praktischer Grenzen genau. Der ballistische Beiwert oder Koeffizient ,,BC", der in der Tabelle ausgerechnet wird, gründet sich auf die von Arthur Peijsa vorgeschlagen Umrechnung des Verzögerungsbeiwertes ,,b" zu den Mayewski-Tabellen: b = bc*Wurzel(V)*a. Für metrische Rechnung beträgt der Umrechnungsfaktor ,,a" etwa 91,65. Ingalls, der Mayewskis Messungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts bei Krupp ins Amerikanische übertrug, benutzte 3600 Fuss/Sekunde als Geschwindigkeitsmassstab, oder 1097,28 m/s oder bei 20°C 3,189 Mach.
ProgrammbenutzungDer Sinn eines Luftwiderstandsprogramms ist aus Gestalt und Abmessungen mittels einer Abschussgeschwindigkeit V° die Flugbahn zu berechnen. Dank dieses Programms ist das nun möglich. Mit Tautenhahns JavaScripGrafik für HTML können die Graphen nun auch gleich betrachtet werden. Somit kann mittels Versuch für jede Flugbahnaufgabe aus den Randebedingungen das passende Geschoss mitsamt Mündungsgeschwindigkeit gefunden oder rückgerechnet werden. Copyright ® by Tausendhahn.